Neuer Vorsitz bei der GGL: Hochgrebe löst Kirchner ab und lenkt den Blick auf die bevorstehende Evaluierung des GlüStV 2021
Geschrieben von Leon Vogel · 18.8.2026

Neuer Vorsitz bei der GGL: Hochgrebe löst Kirchner ab und lenkt den Blick auf die bevorstehende Evaluierung des GlüStV 2021

Am 1. Juli 2026 übernahm Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres in Berlin, den rotierenden Vorsitz des Verwaltungsrats der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und folgte damit Sandro Kirchner aus Bayern nach, während die Behörde sich auf die erste umfassende gesetzliche Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 vorbereitet. Die jährliche Rotation unterstreicht die Zuständigkeit der Länder für die Regulierung des Glücksspiels in Deutschland, und die Übergabe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die GGL ihre Aufsichtsfunktionen über Online-Glücksspielangebote, die Bekämpfung illegaler Angebote sowie den Spielerschutz weiter ausbaut.
Die GGL entstand durch den GlüStV 2021, der erstmals eine bundesweit einheitliche Aufsicht schuf und die Länder in die Verantwortung für Lizenzvergabe, Überwachung und Durchsetzung stellte. Hochgrebe bringt als Vertreter Berlins Erfahrung aus der Innenpolitik mit, und Kirchner hatte zuvor die Phase der Konsolidierung der Behörde begleitet, sodass der Wechsel einen kontinuierlichen Übergang gewährleistet. Beobachter stellen fest, dass solche Rotationen helfen, die föderale Balance zu erhalten, während die Behörde auf die Evaluierung zusteuert, die bis August 2026 erste Ergebnisse liefern soll.
Hintergründe zum Wechsel und zur Rolle der GGL
Die rotierende Vorsitzschaft des Verwaltungsrats wechselt jährlich zwischen den Ländern, und dieser Mechanismus spiegelt die gemeinsame Trägerschaft der 16 Bundesländer wider. Hochgrebe übernimmt damit nicht nur repräsentative Aufgaben, sondern auch die Leitung der strategischen Ausrichtung in den kommenden Monaten, während die GGL Daten zu lizenzierten Anbietern sammelt und Maßnahmen gegen nicht regulierte Plattformen vorbereitet. Die offizielle Seite der Behörde dokumentiert die personellen und organisatorischen Entwicklungen unter www.gluecksspiel-behoerde.de, wo auch Hinweise zur aktuellen Zusammensetzung des Verwaltungsrats abrufbar sind.
Der GlüStV 2021 legte erstmals verbindliche Regeln für Online-Casinos, Sportwetten und Poker fest, und die Evaluierung soll prüfen, ob die Ziele wie Spielerschutz, Kanalisierung des Marktes und Bekämpfung illegaler Angebote erreicht wurden. Forscher und Aufsichtsbehörden sammeln derzeit Statistiken zu Lizenzanträgen, Sperrlisten und Werbeaktivitäten, sodass die Ergebnisse in den nächsten Monaten in Berichte einfließen können, die dem Bundestag und den Landtagen vorgelegt werden.
Vorbereitung auf die erste gesetzliche Evaluierung
Die GGL hat bereits interne Arbeitsgruppen eingerichtet, die bis August 2026 Berichte zu den Wirkungen des Vertrags zusammenstellen, und Hochgrebe kündigte an, den Fokus auf die Zusammenarbeit mit den Ländern sowie auf die technische Weiterentwicklung der Aufsichtssysteme zu legen. Experten beobachten, dass die Evaluierung erstmals eine systematische Bestandsaufnahme ermöglicht, weil der Vertrag erst seit fünf Jahren in Kraft ist und umfangreiche Daten zu Spielerverhalten, Umsätzen und Verstößen vorliegen. Die Behörde veröffentlicht regelmäßig Updates auf ihrer Website, wo Interessierte die aktuellen Entwicklungen nachverfolgen können.
Neben der personellen Veränderung bleibt der Auftrag der GGL unverändert: die Erteilung von Lizenzen, die Überwachung der Anbieter und die Durchsetzung von Spielerschutzmaßnahmen wie Einzahlungslimits und Selbstsperren. Die Länder tragen die Verantwortung, und der rotierende Vorsitz soll sicherstellen, dass keine einzelne Region dauerhaft dominiert. Beobachter aus der Verwaltung berichten, dass solche Wechsel den Austausch von Best Practices zwischen den Bundesländern fördern und die Umsetzung einheitlicher Standards erleichtern.

Ausblick auf die nächsten Schritte bis Ende 2026
Bis Ende des Jahres 2026 plant die GGL unter Hochgrebe weitere Abstimmungen mit den Landesbehörden, und die Ergebnisse der Evaluierung sollen als Grundlage für mögliche Anpassungen des GlüStV dienen. Die Behörde sammelt bereits Rückmeldungen von lizenzierten Anbietern und Spielerschutzorganisationen, sodass eine breite Datenbasis entsteht. Statistiken zeigen, dass ein erheblicher Anteil des Online-Glücksspiels inzwischen über regulierte Kanäle läuft, und diese Zahlen fließen direkt in die Bewertung ein.
Die föderale Struktur Deutschlands erfordert enge Koordination, und der Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrats unterstreicht diese Notwendigkeit. Hochgrebe wird in den kommenden Monaten Vertreter der anderen Länder treffen, um gemeinsame Positionen für die Evaluierung zu erarbeiten, während die technische Infrastruktur der GGL weiter ausgebaut wird. Die offizielle Website der Behörde bietet detaillierte Informationen zu laufenden Projekten und Veröffentlichungen, die für alle Beteiligten zugänglich sind.
Schluss
Der Übergang des Vorsitzes auf Christian Hochgrebe markiert einen routinemäßigen, aber bedeutsamen Schritt in der Entwicklung der GGL, und die bevorstehende Evaluierung des GlüStV 2021 wird zeigen, wie wirksam die bisherigen Regelungen waren. Die Länder bleiben gemeinsam verantwortlich, und die Behörde setzt ihre Arbeit kontinuierlich fort, um den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Weitere Informationen finden sich auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.